SV Merseburg 99 e.V.

C2-Jugend : Spielbericht

1. Saalekreisklasse
4. Spieltag - 06.09.2026 10:00 Uhr
SV Merseburg 99 II   FSV Raßnitz
SV Merseburg 99 II 2 : 0 FSV Raßnitz
(0 : 0)

Unsere C2 belohnt sich im Geduldsspiel gegen das Raßnitzer Bollwerk

Am Sonntagvormittag empfing unsere C2 die NSG Raßnitz / Döllnitz im heimischen Stadion. Leider fällt unser etatmäßiger Keeper Hannes verletzungsbedingt länger aus. Umso mehr freut das Trainerteam die Reaktion der Mannschaft: Luca erklärte sich ohne zu zögern bereit, die Rolle zwischen den Pfosten dieses Mal vollumfänglich zu übernehmen und der Rest der Mannschaft nahm sich vor, Luca bestmöglich zu unterstützen. Mit diesem Teamgeist im Rücken stand am Ende ein hart erarbeiteter, aber in der Summe verdienter 2:0-Heimsieg gegen einen kampfstarken, aber stets fairen Gegner.

Wenig Räume und ein starker Rückhalt Die Gäste aus Raßnitz und Döllnitz präsentierten sich in der Abwehr als kompakte Einheit. Sie verdichteten die Räume im Zentrum exzellent und hatten bei unseren Pässen in die Tiefe fast immer noch ein Bein dazwischen. Der Gegner ließ im letzten Drittel kaum etwas zu, sodass wir uns anfänglich sehr schwer taten, spielerische Lösungen zu finden. Gerade in der ersten Halbzeit machten wir es uns aber auch selbst schwer: Wir haben noch zu oft das Dribbling gesucht und wollten den einen Haken zu viel schlagen, anstatt ein sich bietendes Schuss- oder Passfenster konsequent zu nutzen.

Dass es mit einem 0:0 in die Kabine ging, hatten wir auch unserem überragenden Schlussmann Luca zu verdanken. Luca spielte, als würde er das schon jahrelang so machen, organisierte und coachte seine Vorderleute fantastisch von hinten heraus und verdiente sich ein dickes Extralob. Die beste Chance der Gäste in Halbzeit eins entschärfte er spektakulär: Einen ganz fies flatternden, hohen Ball fischte er im Nachfassen im allerletzten Moment reaktionsschnell noch von der Linie!

Die Kabinenansprache wirkt: Geduld zahlt sich aus In der Halbzeitpause gab es keinen Grund zur Panik. Die Marschroute des Trainerteams war klar: Geduldig bleiben, unser System weiterspielen – die Torchancen werden kommen. Und die Jungs setzten genau das um.

In der zweiten Halbzeit erhöhten wir den Druck und erspielten uns eine echte Drangphase. In der 63. Minute belohnten wir uns endlich: Nach einem Zuspiel von Tyler setzte sich Raid an der Strafraumkante extrem energisch durch. Der gegnerische Torwart eilte heraus, es kam zum Pressschlag. Der Ball sprang frei, und Oday bewies echten Stürmerinstinkt. Zwar stand er in einer stark abseitsverdächtigen Position, doch er schaltete am schnellsten und drückte die Kugel zum erlösenden 1:0 über die Linie. Das nötige Spielglück hatten wir uns in dieser Phase hart erarbeitet!

Guter Spielzug leitet die Entscheidung ein Obwohl Raßnitz in der zweiten Halbzeit noch zu zwei guten Gelegenheiten kam, hielt unsere Defensive stand. In der 69. Minute machten wir dann den Deckel drauf – und wie!

Ausgangspunkt war eine Spielverlagerung nach einem Einwurf auf der linken Seite. Jeremy gab den Auftakt zu einer "Steil-Klatsch"-Aktion auf Marico. Der war für die Schlussphase gerade erst wieder aufs Feld gekommen, war aber sofort auf Betriebstemperatur und ließ den Ball mustergültig auf den nachrückenden Tyler prallen. Dieser nahm die Kugel in der Bewegung perfekt mit, behauptete sie mit extrem enger Führung gegen gleich zwei Gegenspieler, drang in den Strafraum ein, behielt vor dem Kasten absolut die Nerven und schob flach und platziert ins linke Eck ein – 2:0!

Fazit & Ausblick Gegen einen Gegner, der so gut gestaffelt steht, muss man erst einmal gewinnen. Wir haben zwar schwer zu unseren spielerischen Lösungen gefunden, aber läuferisch und kämpferisch voll überzeugt. Ein Blick auf die Statistiken bestätigt, dass der Sieg völlig in Ordnung geht: Am Ende stand ein Chancenverhältnis von 11:6 für uns auf dem Zettel.

Was wir als Trainerteam aus solchen zähen Spielphasen mitnehmen: Unser Team muss auf dem Platz einfach noch weiter zusammenwachsen. Automatisierte Laufwege und das blinde Vertrauen in die Entscheidungen der Mitspieler entwickeln sich nicht über Nacht – das braucht schlichtweg Zeit, und die geben wir der Mannschaft.

Besonders freut uns zudem, dass die Wechsel und Wiederwechsel – ganz im Sinne unseres Ausbildungsansatzes von mindestens einer Halbzeit Spielzeit pro Spieler – zu immer weniger Brüchen in unserem Spiel führen. Das Kollektiv fängt diese Umstellungen inzwischen richtig gut auf, und dass Jungs wie Marico nach ihrer Wiedereinwechslung sofort zünden, bestätigt uns absolut auf diesem Weg.





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