SV Merseburg 99 e.V.

C2-Jugend : Spielbericht

1. Saalekreisklasse
5. Spieltag - 13.09.2026 10:00 Uhr
TSV 1910 Niemberg   SV Merseburg 99 II
TSV 1910 Niemberg 3 : 1 SV Merseburg 99 II
(2 : 1)

Großer Kampf beim Tabellenzweiten bleibt am Ende unbelohnt

Am Sonntagvormittag war unsere C2 bei der NSG TSV 1910 Niemberg / 1. SV Sennewitz gefordert. Die äußeren Bedingungen waren ungemütlich: Bei unserer Ankunft regnete es noch leicht - da half es auch nicht, dass wir 20min auf eine Kabine warten mussten. Gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenzweiten erwartete uns die erhoffte Reifeprüfung gegen eine Mannschaft, die über die gesamte Spielzeit körperlich extrem präsent agierte, geschickt mit viel Körpereinsatz arbeitete und defensiv sehr aufmerksam gestaffelt stand. Am Ende mussten wir uns mit 1:3 geschlagen geben – eine Niederlage, die in der Höhe in Ordnung geht, in der unsere Jungs aber über weite Strecken voll dagegenhielten und spielerisch gute Akzente setzten.

Munterer Auftakt und die prompte Antwort Trotz des kühlen Wetters begann die Partie ohne langes Abtasten. Bereits in der 2. Minute schlich sich ein kleiner Abstimmungsfehler in unser Aufbauspiel ein. Doch Luca, der für unseren weiterhin verletzten Stammkeeper Hannes mittlerweile fast schon wie gewohnt zwischen den Pfosten aushalf, war hellwach, rückte mutig heraus und klärte die Situation resolut. Nur eine Zeigerumdrehung später setzte Ahmad auf der linken Außenbahn ein echtes Ausrufezeichen: Mit einem unwiderstehlichen Antritt ließ er gleich drei Gegenspieler stehen und konnte an der Strafraumgrenze nur noch durch ein Foul gestoppt werden.

Niemberg suchte sein Heil vor allem im schnellen Direktspiel und versuchte, unser Mittelfeld mit weiten Bällen zu überbrücken. In der 4. Minute war es Tyler, der einen solchen Vorstoß im allerletzten Moment zur Ecke klärte. In der 9. Minute gerieten wir dann jedoch in Rückstand: In einer gegnerischen Drangphase verloren wir im Halbfeld den Ball. Die Gastgeber zogen konsequent zum Tor, der erste Abschluss prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld, und im anschließenden Getümmel bekamen wir den Ball nicht entscheidend geklärt. Ein strammer Fernschuss aus gut 25 Metern schlug schließlich unhaltbar oben rechts zum 0:1 ein.

Die Reaktion unserer Mannschaft war genau die, die wir in der Kabine vereinbart hatten: Kein Lamentieren, keine Schuldzuweisungen, sondern sofortiger Fokus auf den Wiederanpfiff. Die Belohnung folgte in der 15. Minute: Ahmad antizipierte einen Pass des ansonsten sehr starken gegnerischen Torhüters weltklasse, eroberte die Kugel mit einer blitzsauberen Mitnahme und schloss überlegt ins freie kurze Eck zum 1:1 ab – zu diesem Zeitpunkt der absolut leistungsgerechte Ausgleich.

Die Gastgeber blieben jedoch unbeirrt und zeigten ihre Effizienz: In der 20. Minute landete ein abgewehrter Ball rund 18 Meter vor dem Kasten, von wo ein Niemberger per Dropkick Maß nahm und flach ins lange Eck zum 1:2 traf. Wir ließen uns davon keineswegs beirren und zeigten in der 24. Minute den schönsten Spielzug der ersten Hälfte: Eine Passstafette wie aus dem Lehrbuch lief von Ahmad über Außen ins Zentrum zu Oday, der den nachrückenden Sechser Raid bediente. Dessen Steilpass erlief Nil an der Grundlinie und legte quer auf Tyler, dem vor dem Schussfenster leider der letzte Kontakt minimal versprang. Bis zur Pause drückte Niemberg nochmals, doch Luca pflückte unter anderem eine gefährliche Flanke in der 32. Minute sicher herunter.

Leidenschaftliche Abwehrarbeit und Zentimeter-Pech Direkt nach Wiederanpfiff zeigte Raid mit einer mustergültigen Szene, worauf es an diesem Tag ankam: Mit enormer Laufbereitschaft und starkem Körpereinsatz blockte er den Gegenspieler im eigenen Strafraum absolut fair ab, sodass dieser durch seinen eigenen Schwung noch leicht über die Bande rutschte. Ein wichtiges Signal für das gesamte Team.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit verflachte die Partie spielerisch etwas. Viele Wechsel auf beiden Seiten und das hohe Tempo sorgten für zahlreiche hohe Bälle und intensive Zweikämpfe im Mittelfeld. Trotzdem setzten wir gefährliche Nadelstiche: In der 58. Minute wurde Oday im Sturmzentrum hervorragend freigespielt und konnte vom herauseilenden Torwart nur noch per Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden, was folgerichtig mit Gelb geahndet wurde.

Die anschließende Freistoßszene wurde zum dramatischen Höhepunkt: Zein zirkelte den Standard von der linken Strafraumkante brillant über die Mauer an die Unterkante der Latte – manch einer am Spielfeldrand hatte den Ball bereits hinter der Torlinie aufspringen sehen. Den anschließenden Abpraller setzte Oday per Kopf artistisch auf das Tor, doch ein Niemberger Feldspieler konnte die Kugel im letzten Moment vor der Linie herauskratzen. Zentimeter fehlten hier zum erneuten Ausgleich!

Mit zunehmender Spieldauer schwanden nach den vielen intensiven Zweikämpfen allmählich die Kräfte, wodurch die Räume im Zentrum etwas zu groß wurden. Ein weiter Abschlag des Keepers hebelte unsere teilweise aufgerückte Defensive aus, der Niemberger Angreifer nahm den Ball stark mit und spitzelte ihn mit Übersicht an Luca vorbei ins lange Eck zum 1:3-Endstand. In den verbleibenden Minuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend.

Fazit, Ausblick & Teamgeist Gegen einen individuell und körperlich sehr starken Tabellenzweiten haben wir eine couragierte Leistung gezeigt und uns zu keinem Zeitpunkt versteckt. Wir haben spielerisch viele richtige Ansätze gezeigt und hatten bei der Freistoß-Doppelchance schlichtweg Pech mit den Abprallern.

Taktisch nehmen wir wertvolle Hausaufgaben für die kommenden Einheiten mit: Insbesondere das geschlossene Herausschieben unserer Viererkette bei eigenem Ballbesitz müssen wir weiter verbessern. Nur so gelingt es uns, die Lücken im Zentrum kompakt zu schließen – sowohl im eigenen kontrollierten Spielaufbau als auch bei der Absicherung gegen schnelle gegnerische Umschaltmomente.

Köpfe hoch, Jungs – auf dieser Moral lässt sich für die nächsten Aufgaben aufbauen! Und das Wichtigste abseits des Rasens: Die gesamte Mannschaft sendet auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzliche Genesungswünsche an unsere Nummer 18. Nimm dir alle Zeit der Welt, um wieder fit zu werden, Mehmet – dein Team wartet auf dich!


Fotos vom Spiel






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